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17 einhalb Fragen mit Monique Hoell

Regelmäßig stellen wir inspirierenden Menschen 17,5 Fragen. Diese Woche Monique Hoell, CEO von HelloBody. Sie verrät, warum frühes Aufstehen kreativer macht und welches Buch ihr geholfen hat, das berühmte Imposter Syndrom in den Griff zu bekommen

Dieser Artikel ist auch verfügbar in Englisch

1. Was mich an meinem Job begeistert

Die Menschen.

2. Was mich daran manchmal frustriert

Die Menschen.

3. Liebster heimlicher Alternativ-Job

Tatsächlich liebe ich meinen Job und freue mich jeden Morgen darauf. Mein heimlicher Alternativ-Job wäre Tierpflegerin.

4. Beste Strategie, um einen richtig schlechten Tag im Büro zu überleben

Das kommt auf den Grund des schlechten Tages an. Manchmal helfen bereits eine gute Tasse Kaffee oder Kekse – manchmal packe ich aber auch einfach mein Zeug zusammen und ‘call it a day.’

5. Wann bist du im berühmten Flow

Das geht immer dann, wenn ich für ein Thema Leidenschaft entwickle und anfange dafür zu brennen.

6. Größter Erfolg bisher

Für das Funkeln in den Augen von Menschen verantwortlich sein. Mitarbeitern Wachstum zu ermöglichen und zu sehen, wie sich das auszahlt. Feedback von Kunden, denen du mit einem Produkt oder Thema sprichwörtlich das Leben verbessert hast. Das ist der nachhaltigste Erfolg und die größte Belohnung überhaupt. Kein Umsatz-Milestone oder Startup-Exit kommt da je für mich ran.

7. Die größte Niederlage

Für mich gibt es keine Niederlagen, nur Rückschläge. Niederlagen sind final. Rückschläge sind Teil eines Prozesses – und davon hatte ich einige. Als ich 19 Jahre alt war, fiel ich einmal auf einen Western Union Betrüger rein: Die haben mir damals als junge Erwachsene mein gesamtes erspartes Geld abgenommen, während ich in einem fremden Land mit fremder Sprache und Kultur festsaß. In meinem ersten Venture haben wir viel Fundraising gemacht und es nicht geschafft, eine nennenswerte Investition zu bekommen. Auch heute – als objektiv betrachtet ‘erfolgreiche Unternehmerin’ – gehe ich jeden Tag größere oder kleinere “Wetten” ein, nicht alle davon gehen auf. That’s life.

8. Schlimmstes Buzzword

New Work.

9. Die beste Belohnung nach einer anstrengenden Arbeitswoche

Ausschlafen, frühstücken und dann mit dem Mountainbike raus in die Natur.

10. Lieber Homeoffice oder Inhouse

Inzwischen: Homeoffice. Das ist allerdings etwas, das sich erst durch Corona bei mir geändert hat. Vor Corona hatte ich eine eher konservative Einstellung zum Thema ‘Work from Home’.

11.  Wichtigste Eigenschaft, die ein Kollege/Geschäftspartner haben muss

Authentizität. Eine Basis für gute und nachhaltige Geschäftsbeziehungen ist für mich Berechenbarkeit.

12. Dein Kreativ-Hack

Früh aufstehen. Ich bin von sehr früh bis frühen Nachmittag am leistungsfähigsten.

13. Erste Internetseite morgens

Das ändert sich phasenweise. Aktuell bekomme ich einen groben wirtschaftlichen Überblick durch alle Push Notifications, die ich die Nacht über von Bloomberg und dem WSJ bekommen habe. Dann je nachdem, in welcher Situation wir uns befinden, Times und/oder Tagesschau. Dann LinkedIn. Dann Instagram.

14. Lieblings Digital Tool

Da gibt es tatsächlich sehr viele. Von Google Drive über Slack und Notability bis hin zu Clue.

15. In welchem Buch oder in welcher Serie am meisten fürs (Arbeits-)Leben gelernt?

Der Klassiker: Ben Horowitz, „The hard thing about hard things“. Das Buch hat mich sogar in eine kurze depressive Phase geschickt, weil ich mir zwischendrin dachte: ‘Verdammt, das trifft es alles so gut – ist es wirklich das, was du willst im Leben?’

Außerdem war ich lange (und bin es manchmal immer noch) eine typische Imposter-Kandidatin: Mir hat dabei sehr geholfen, „The 7 laws of enough“ von Jen Cohen und Gina LaRoche zu lesen.

16. Unabhängig davon: Welche Serie, welches Buch oder welchen Podcast kannst du grundsätzlich empfehlen?

Eigentlich lese ich zur Entspannung eher Fiction. Crime, Thriller oder Historie – gerne beruhend auf wahren Begebenheiten. Ein gutes Buch erkenne ich daran, dass ich einfach einen Tag lang nicht den Drang verspüre, mein Handy in die Hand nehmen zu wollen. Das passiert leider viel zu selten.

17. Prominentester Follower auf einem Social Kanal?

Ich stehe für Diskretion – auch auf meinen Social Media Kanälen 😉

17 and a half: Was mich schon immer…

…beschäftigt hat: Man muss nicht in der Startup-Szene arbeiten, um ein Entrepreneur zu sein. Das ist ein Mindset. Und viele der aktuell global wichtigen gesellschaftlichen Fragen müssen in der Politik und Wirtschaft geklärt werden. Es ist dabei u.a. auch sehr wichtig, dass das von innen heraus passiert. Dazu brauchen wir gute Leute mit dem richtigen Mindset auf den Schlüsselpositionen schon bestehender, mächtiger Konstrukte.

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