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17 einhalb Fragen mit Maya Junger

Regelmäßig stellen wir inspirierenden Menschen siebzehneinhalb Fragen. Diese Woche: Maya Junger, Gründerin und Kreativdirektorin von SET Fashion. Sie verrät, warum FOMO für sie kein gelungenes Lebenskonzept, Nachhaltigkeit für ihr Modelabel dagegen essentiell ist. Und falls noch jemand dachte, Schokolade und Fashion seien Gegensätze – tja, hier ist der Gegenbeweis

Dieser Artikel ist auch verfügbar in Englisch

1. Was mich an meinem Job begeistert

Die Möglichkeit, jeden Tag etwas Neues zu „erschaffen“ und Menschen damit glücklich zu machen.

2. Was mich daran manchmal frustriert

Dass die Modebranche immer noch zu schnelllebig ist und sich selbst überschlägt mit immerwährend neuen Ideen. Aber spätestens die Corona-Krise hat unser Bewusstsein für langlebige Produkte gestärkt. „Weniger, aber besser“, das ist unser Motto bei SET. Produkte, die mit Liebe in Europa gefertigt werden und für ein Leben halten, das ist unsere Devise in der Erstellung unserer Kollektion.

3. Liebster heimlicher Alternativ-Job

Architektin, denn meine Leidenschaft für das Kreative ist, was mich antreibt. Diesen Traum lebe ich tagtäglich in der Modebranche, aber alles was mit „etwas erschaffen“ zu tun hat, wäre auch eine Alternative für mich.

4. Beste Strategie, um einen richtig schlechten Tag im Büro zu überleben

Eindeutig Schokolade. Die macht mich glücklich und vertreibt schlechte Laune. Bei mir steht immer Schokolade auf dem Besprechungstisch: für jeden Fall und jede Herausforderung.

5. Wann bist du im berühmten Flow

Wenn ich gut geschlafen habe und mein Kopf frei ist. Dann sprudeln die Ideen. Aber ich brauche auch Ruhe, um zu Höchstleistungen aufzulaufen. Zu viel Ablenkung schadet mir. Ich brauche Konzentration, um kreativ arbeiten zu können. Mein Team und unser Teamwork beflügelt mich auch sehr, da kann der Austausch oft sehr inspirierend sein und gemeinsam erarbeitet man dann plötzlich das richtige Konzept.

6. Größter Erfolg bisher

Definitiv meine vier Kinder, sie sehe ich als meinen größten Erfolg. Leben zu schenken und Kinder aufwachsen zu sehen, ist das schönste Abenteuer meines Lebens.

7. Die größte Niederlage

Da gibt es nicht die eine, die größte, sondern ganz viele. Aber aus Niederlagen lernt man auch, man sammelt Erfahrungen, die einen reicher und ultimativ stärker machen. Daher gehören Niederlagen für mich zum Leben genauso dazu wie Erfolge. No rain, no rainbow.

8. Schlimmstes Buzzword

FOMO, grauenvoll. In der Ruhe liegt die Kraft und man muss nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Vielmehr glaube ich daran, dass man kontinuierlich seinen Weg verfolgen muss und dazu auch Mut gehört. Das bedeutet, auch Dinge auszulassen, die nichts für einen sind.

9. Die beste Belohnung nach einer anstrengenden Arbeitswoche

Ausschlafen, ein tolles Buch lesen, die Natur genießen und Zeit für Freunde.

10. Lieber Homeoffice oder Inhouse

Immer inhouse. Ich liebe mein Team und den Austausch. Ich brauche Menschen um mich herum, die mich inspirieren, mein kreatives Umfeld, meine Stoffe, Farben und Impulse. Zu Hause kann ich gut E-Mails bearbeiten, organisieren und strukturieren. Um jedoch kreativ arbeiten zu können, brauche ich mein Büro und Menschen um mich herum.

11. Wichtigste Eigenschaft, die ein Kollege/Geschäftspartner haben muss

Loyalität und Ehrlichkeit.

12. Dein Kreativ-Hack

Ich liebe es zu reisen, das ist eine meiner größten Inspirationsquellen. Aktuell ist es natürlich nur sehr eingeschränkt möglich. Ich habe lange in London gelebt und konnte kürzlich endlich wieder dorthin reisen. Es war wieder extrem stimulierend für mich!

13. Erste Internetseite morgens

Tagesschau, um schnell einen Überblick über die Tagesgeschehnisse zu haben.

14. Lieblings Digital Tool

Zoom finde ich großartig, es funktioniert tatsächlich auch super für die Kollektionserstellung.

15. In welchem Buch oder in welcher Serie am meisten fürs (Arbeits-)Leben gelernt?

In einem Buch habe ich nicht wirklich viel für die Arbeitswelt gelernt, denn die Inhalte sind oft abstrakt und theoretisch. Ich habe durch meine Erfahrungen und durch viele Fehler, aus denen ich kontinuierlich schlauer werde und durch das Abenteuer, das das Arbeitsleben mit sich bringt, gelernt.

16. Unabhängig davon: Welche Serie, welches Buch oder welchen Podcast kannst du grundsätzlich empfehlen?

Ich liebe es zu lesen, aber da eher Fiction. Auf der anderen Seite lese ich im Moment viel von großartigen POC Autorinnen, wie zum Beispiel ‚Americanah‘ von Chimamanda Ngozi Adichie. Podcasts inspirieren mich auch immer sehr, da sind meine top Favoriten der Harvard Business Review Ideacast oder Business of Fashion von Imran Ahmed oder Oprah‘s Super Soul Conversations.

17. Prominentester Follower auf einem Social Kanal?

Ich habe keinen privaten Instagram Kanal, aber entdecke gerade LinkedIn für mich. Ich finde die Plattform sehr spannend und gut für einen Austausch im B2B-Bereich. Einen prominenten Follower? Ich schätze den Austausch mit unserer SET-Community und meiner privaten sehr, unabhängig davon.

17 and a half: Was mich schon immer…

….angetrieben hat? Meine Arbeit als Gründerin und Kreativdirektorin bei SET und mein Familienleben mit meinen vier Kindern vereinbaren zu können. Das ist Luxus für mich und ein tolles Gefühl, beides haben zu können.

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